Devil May Cry RPG
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 Die Straßen von South Los Angeles

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Ragnar
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Ragnar


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BeitragThema: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptySa 03 Sep 2011, 02:47

Dreckig, schmutzig und von pöbelnden Gruppen und Gangs belagert. Das sind die Straßen von South Los Angeles. Wer hier langfristig überleben will, sollte keinen Laborkittel anhaben und sich entsprechend der dort herrschenden Hierarchie benehmen.
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Raissa

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BeitragThema: Re: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptyDo 05 Apr 2012, 09:32

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Der altbekannte Geruch der Gossen von Los Angeles stieg Raissa in die Nase, und unwillkürlich überprüfte sie mit einer routinierten Bewegung, ob ihre Waffen noch da waren. Das Gefühl, das sie dabei hatte, war allerdings nicht nur negativ, sie lächelte fast ein bisschen. Diese Straßen waren einst ihr Zuhause und so komisch es wirken mochte, wenn sie nach ihrer Bewaffnung tastete, so waren es doch nicht nur schlechte Erinnerungen. Letztlich war sie von hier aus zu dem geworden, was sie nun war - eine Dämonenjägerin, deren Kontaktlinse verschütt gegangen war. Normalerweise behielt sie das Ding für das rechte Auge über ein Jahr hinweg, doch diesmal war sie ihr schon eher verlorengegangen. Und darum waren sie jetzt hier, mithilfe von Vico (der lief schon seit einer ganzen Weile hinter ihr her) hatte sie den im Untergrund arbeitenden Optiker kontaktiert und eine neue Fernsichtlinse in Auftrag gegeben, die sie nun an einem ausgemachten Treffpunkt abholen sollte. Nun, Raissa kannte jeden Winkel von South Los Angeles, doch wie sie soeben feststellen musste brachte ihr das gar nichts, da sie offenbar den Zettel mit der Adresse zuhause hatte liegen lassen.
"Och mann, verfluchte Scheiße!", knurrte sie und hörte auf, die Taschen ihrer schwarzen, engen Jeans zu durchwühlen, ehe sie sich zu Vico umwandte, "Sag mal, hast du zufällig noch ne Ahnung wo dieser Drecksack uns auflauern wollte? Hab den bekloppten Zettel liegen lassen."
Nach dieser etwas unfreundlichen Anfrage vergrub sie die Hände in den Taschen ihrer offenen Kapuzenjacke in dunkelrot - reine Formsache, das Kleidungsstück sollte die beiden Berettas in ihren Schulterholstern verbergen, zumindest so dass es die zwielichtigen Gestalten der Gegend abschreckte, aber nicht allzu offensichtlich war. Ihr ärmelloses und bauchfreies Lederoberteil war dazu nämlich ungeeignet. Raissa seufzte und rieb sich die schmerzenden Schläfen.
"Verdammt, ich will meine Linse!", murrte sie und ging in normalem Tempo weiter, "Wenn der Mistkerl nicht sofort auftaucht, krieg ich Kopfschmerzen und schlechte Laune!!"
Unnütze Ansage, sie hatte längst Kopfschmerzen und schlechte Laune. Ihr rechtes Auge war es gewohnt, durch eine Linse widernatürlich auf Weitsicht gestellt zu sein, unschlagbarer Vorteil für einen Scharfschützen, doch ohne die Linse...nun ja. Hoffentlich wusste ihr etwas verpennt wirkender Begleiter noch, wo sie hinmussten, andernfalls würde sie gleich einen Anfall kriegen und/oder einen dieser dämlich gaffenden Möchtegern-Gangster in der näheren Umgebung über den Haufen ballern.
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BeitragThema: Re: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptyDo 05 Apr 2012, 10:05

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Vico trottete der Frau vor ihm hinter her. Er fühlte sich unwohl damit unnötig in eine solche Gegend zu gehen, vor allem da er nur seinen Revolver und sein Beil sofort verfügbar hatte. Standardmäßig Trug der millionenschwere Mann nur ein einfache schwarze Kleidung, die von Turnschuhen und einer großen dunklen Reisetasche auf seinen Rücken abgerundet wurde. Ganz ohne das etwas größerer Kaliber 2er P90 wollte er dann doch nicht hier her kommen. Immerhin konnte Vico, der neben den versteckten Waffen am Körper auch einem weißen Zettel in der Hand hatte, sich so etwas besser fühlen während seine Partnerin wieder unnötig laut wurde. "Wen du brüllst wird es auch nicht besser." belehrte der Dämonenjäger, während seine halboffenen Augen in der Gegend herumspähten. Nicht mehr lange und die Ortsansässige Gangster würden auf Rei aufmerksam werden. "Du hast mir den Zettel Gestern gegeben, damit du ihn nicht verlieren kannst, schon vergessen?" fragte der Mann mit einem leichten Grinsen nach ehe er den Fresszettel feierlich übergab. Wie eine Dämonenjägerin derart vergesslich und dennoch am Leben sein konnte war für den Waffenspeziallisten ein Rätsel. Dennoch hatte die Frau sehr gute Qualitäten wen es um das abschlachten von Dämonen ging und war ein wichtiges Teammitglied... gut, sie war praktisch sein Team, dass hieß so lange noch gefeuert wurde. "Aber ich versteh immer noch nicht warum du mich nicht dafür sorgen lässt. Ich komme sicher an vergleichbare, wenn nicht bessere Linsen und könnte einen Vorrat besorgen." erklärte der Vico, während er den Gurt seiner Tasche richtete. Dass er in Gedanken ergänzte, dass gerade Raissa diesen brauchte ließ er mal besser unangesprochen.
Das Auto hatten sie samt Fahrer stehen lassen, ein Rolls Royce Phantom war hier wohl eine perfekte Zielscheibe für diese Gangster.
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BeitragThema: Re: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptyDo 05 Apr 2012, 10:53


Raissa murrte einige unverständliche Flüche vor sich hin, als Vicos Kommentar sie veranlasste, stehenzubleiben und ihm zuzuwenden. Wie lange wiederholte sich das Szenario nun schon? 6 Jahre? Ja, etwa sechs Jahre, in denen sie vorweglief und meckerte und Vico folgte oder sie zurückhielt, immer einen irgenwie eigentümlichen Kommentar auf den Lippen. Mal ganz davon abgesehen, dass er eine Menge Waffen und noch mehr Kohle besaß, war der Typ ziemlich auch so verdammt strange, aber er war okay. Wenngleich diese tief sitzende Achtung ihm gegenüber gerade nicht allzu deutlich wurde.
"Klar wird´s besser!", widersprach sie und stemmte eine Hand in die magere Taille, "Wenn ich brülle, gehts wieder so halbwegs, also wohl! Und gib schon her!"
Sie rupfte ihm den Zettel aus der Hand, jetzt wo er es sagte hatte sie das wirklich getan, es aber direkt danach wieder vergessen. Genau genommen war Vico doch Schuld, sie geriet ja nie in Nöte wenn er sich um alles kümmerte, er war dafür verantwortlich dass sie so unselbstständig war! Zumindest konnte sie sich trösten, eine feste Arbeit zu haben, aber gerade war der Zettel wichtiger, den sie dem Millionär abgenommen hatte. Die Adresse darauf war ihr bekannt, es waren nicht mehr viele Straßen bis zu ihrem Ziel, weswegen sie den Zettel wegsteckte und wieder umdrehte, um etwas zügiger voranzuschreiten.
"Ich hab meine Linsen immer bei dem Drecksack gekauft und ich werd´s immer tun, bis ich an den Dingern was auszusetzen hab.", schmetterte sie fast beleidigt seinen Einwurf ab, die Diskussion führten sie auch schon seit Jahren, "Du hattest nie Linsen, also lass mich damit in Ruhe - das is ne Gewohnheitssache. Gaff nicht so dämlich!"
Der letzte Satz galt einem jungen Kerl im Schlabberlook und mit schiefer Basecap, dem man seine nicht weiße Abstammung deutlich ansah, und dieser war mit einer auffällig beiläufigen Gangart quer über die Straße gegangen, auf sie und Vico zu, und dass sein Blick eher von der Dämonenjägerin als von deren Bewaffnung angezogen wurde war auch recht deutlich. Rai reagierte bissig, und der Kerl wich ihnen aus, sodass sie ihren Weg noch immer vor sich hin fluchend einfach fortsetzte. Sie hatte glatt gelogen, das Gemecker verstärkte die Kopfschmerzen bloß, sodass sie das betroffene Auge immer öfter halb oder ganz schloss. Zumindest die Aussicht auf ihre neue Linse tröstete sie ein wenig, und hoffentlich wäre der Phantom noch da, wenn sie mit Vico zurückkehrte.
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BeitragThema: Re: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptyDo 05 Apr 2012, 11:27

Vico schüttelte den Kopf als die Frau ihre Sicht des Brüllens in die Welt hinausschrie. "Ich sehe ehrlich gesagt nicht in wie fern es hilft. Das einzige was du damit erreichst ist dass ich mich später mit Schmerzmitteln Volldröhnen, oder mein Heil im gekochten von dir finden muss." Erklärte der Millionär in einem Anflug von Ironie nachdem ihn der Zettel gewaltsam entrissen wurde. Wen man bedachte wie oft Vico seine Partnerin wegen solchen Aktionen helfen musste würde man eigentlich etwas mehr Dankbarkeit erwarten. Doch er kannte es von dieser Frau gar nicht anders und alles andere würde ihn wohl dazu zwingen seine Waffe zu ziehen, den Dämon an dem Kragen zu packen und ihn zu fragen was er mit der Asiatin gemacht hat. So aber konnten die beiden ihren Weg fortsetzen und Rai etwas über ihren Freund, der mit einem recht eigenartigen Gut handelte, erzählen. "Ich denke nur das es praktischer wäre, wenn wir mal mehr als nur eine Linse uns besorgen und ich kann das in die Wege leiten." erklärte der Mann während die Frau ihren Weg unbeirrt fortführte. Aber so langsam muss ich mich echt fragen ob sie die nicht mit Absicht verliert. Vielleicht ist sie einfach zu Stolz um die Schmerzen durch dieser Billigware zuzugeben. "Wen du willst besorg ich dir anfangs auch nur eine Probehalber, oder bist du es nicht leid ständig hier her zu müssen, nur weil du etwas nachkaufen musst?" Versuchte Vico weiter auf die Frau einzureden. Würde sie wirklich schmerzen haben, oder einfach nur total entnervt sein würde sie schon zustimmen. Die Aktion mit dem potenziellen Gangster nahm Vico schmunzelnd hin. Heute war wirklich nicht Rais Tag und ehe sie nicht diese verdammte Sehhilfe hatte würde es nicht besser werden. Wobei Vico das Ganze so wie so gar nicht gut fand. "Natürlich kannst du die Linse auch einfach absetzen. Dein Auge würde einige Zeit brauchen um sich wieder an eine normale Sicht zu gewöhnen, aber bevor du noch erblindest wäre mir das viel lieber." Dass der Millionär dabei eine 180° Wendung von >ich besorgs dir< zu >nein, tu es nicht< machte umging er einfach mal.
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BeitragThema: Re: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptyDo 05 Apr 2012, 12:26

Rai nahm wahr, dass Vico wohl verstärkten Diskussionsdrang verspürte, reagierte aber genervt wie sie war nur mit einem "Ich kann dich nicht hören" und steckte sich die Zeigefinger in die Ohren. Zwar hörte sie ihn immernoch, konnte aber so tun als wäre dem nicht so und lenkte ihre Aufmerksamkeit einfach auf die Umgebung. Das war zwar auch keine allzu gute Idee, da ihr Auge es einfach nicht gewohnt war und mit weiteren stechenden Kopfschmerzen reagierte, doch die Dämonenjägerin war auch zu trotzig, um das offen zu zeigen. Nachdem sie allerdings einige Straßen weiter gegangen waren musste sie die Finger wieder aus den Ohren nehmen, ihr Zielort war erreicht und sie musste jetzt bloß noch die richtige Hausnummer in der verdreckten Gasse voll von Abfallcontainern finden, und dazu zog sie den Zettel wieder aus der Tasche. Eher nebenbei hörte sie Vico nun doch wieder zu und während sie sich die Zahl einprägte antwortete Rai.
"Ich weiß deine Sorge echt zu schätzen, aber nein, noch hab ich die Schnauze nicht voll vom Hierherkommen. Du?". knurrte sie, packte den Fetzen Papier wieder weg und sah Vico von der Seite an, "Tu was du nicht lassen kannst, aber ich bleib dabei: das is Gewohnheitssache. Komm, wir sind gleich da."
Damit winkte sie dem leicht lächelnden Millionär, ihr in die Gasse zu folgen. Es waren nur wenige Hausnummern und die verdreckten Türen führten direkt auf die Straße, nicht einmal breit genug für ein Auto, und wie jedes Mal würde Raissa lediglich ein Päckchen in einem Briefkasten vorfinden und dafür eine Rolle Scheine in den Briefschlitz schmeißen. Lediglich die Übergabeorte wechselten, und während sie die Gasse entlangschritt und dabei den herumliegenden Müll umging, ging sie doch noch mal auf Vico ein.
"Ich setz die Linse nicht ab, bist du bescheuert? Außerdem hatten wir das Thema schon mal.", sagte sie und hielt sich gerade noch davon ab, mit den Fingern über ihre Augen zu reiben und damit ihr Makeup zu versauen, "Deine Sorge in allen Ehren, aber du weißt genau dass ich so besser schieße und wenn ich nicht besser schieße erleb ich die Zeit nicht, in der ich eventuell blind werde. Und hey, warum sorgst du für den Fall nicht vor und lässt mir ne Augenprothese bauen, hm? So mit extra Zoom?"
Noch während ihrer letzten Frage zog sie blitzartig ihre Beretta und hielt sie einem Jugendlichen unter die Nase, der gerade hinter dem Container vorspringen wollte, an dem Rai vorbeischritt. Dieser ließ vor Schreck die Springklinge fallen, und sie beachtete ihn nicht weiter. Sollte der noch Faxen machen - Vico war schwerer bewaffnet als sie. Noch bevor sie die Waffe wieder weggepackt hatte stoppte die Jägerin vor einem abgewetzten Kasten an einer Hauswand, weiterredend als wäre nichts gewesen. Der Junge hatte mittlerweile das Weite gesucht.
"Trotzdem danke für das Angebot, Vico, aber die Linse hier...", sie rupfte den Kasten auf, nahm das winzige Päckchen an sich und schmiss eine Rolle Geldscheine durch den Briefschlitz in der Tür, "...ist schon gekauft. Und wenn ich sie nicht innerhalb der nächsten fünf Minuten einsetze erschieß ich irgendwen, hier schaff ich das auch einäugig. Selbst wenn ich sie absetzen wollte: heute sollte ich nicht damit anfangen oder willst du echt auf mich schießen müssen? Können wir jetzt gehen oder brauchst du noch was?"
Zugegeben, sie war mal wieder ziemlich patzig, dreist und frech, aber erstens war das immer so und zweitens sah sie das gerechtfertigt, irgendwer musste ja für ihre Kopfschmerzen büßen. In diesem Moment hörte sie in einiger Distanz hinter sich ein Klicken - das Entsichern einer Waffe. Rai knurrte genervt, irgendwer schien sie heute ärgern zu wollen.
"Lass mich raten, ihr Kerle wollt unser Geld, blabla und wenn wir zicken erschießt ihr uns? Und muss ich jetzt um mein Leben betteln oder so? Was´n Scheißtag.", gab sie wieder ohne sich umzudrehen, dann hob sie den Blick zu Vico, "Wieviele und Dämonen dabei? Ich würd grad zu gern irgendwas umnatzen..."
Hinter sich vernahm sie die barsche Stimme eines Mannes, Schritte mehrerer Personen näherte sich, doch die Entscheidung was zu tun sei, musste sie Vico überlassen. Rai hob, als das übliche "Flossen hoch!"-Gebrüll durch war, die Hände, und nun offenbarte ihre offene Kapuzenjacke die Kolben ihrer beiden Handfeuerwaffen -Vico müsste lediglich zugreifen und die Sache wäre erledigt. Sie wusste dass er schneller schießen konnte als diese Typen da blinzeln.

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BeitragThema: Re: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptyFr 06 Apr 2012, 00:15

Den kindischen Anflug der Jägerin nahm Vico mit einem etwas genervten Seufzen hin. Wieder musste er sich fragen, was ihn anfangs animiert hatte diese Jägerin zu sich zu holen. Sie war Laut, Kindisch und zudem nicht mal eine wirkliche Erleichterung. Dass einzige was sie wirklich gut konnte war das Jagen, Jagen und giftige Substanzen zusammenstellen, auch wen sie es eher als Essen präsentierte. Allerdings stoppte Vico diese Frau nicht in ihrem eifrigen Gebrülle, immerhin war er nur ihr Partner, nicht ihre Mutter.
Als die beiden dann in eine verdreckte Gasse voller Müllcontainer einbogen nahm die Frau dann doch die Finger aus den Ohren und blickte auf den Zettel. Erst dann nahm sie das Gespräch wieder auf. Jedes mal wen wir hier her kommen versucht man unser Auto zu klauen, uns zu überfallen oder Rai zu begrabschen. Das eine mal als dieser Fleischerberg ankam und mich begrabschen wollte mal abgesehen., überlegte sich der Jäger und zog dadurch sein Resümee, dennoch würde er den Teufel tun Rais eigentliche Heimat in den Dreck zu ziehen. Sie könnte sich sonst ganz schnell dazu verlockt sehen noch mehr zu brüllen. "Ich meine nur das es umständlich ist. Das meiste wird mir ohnehin ohne jegliche Probleme geliefert und du weißt wie oft wir in Schwierigkeiten geraten wenn wir hier her kommen." erklärte sich der Jäger, doch die Asiatin war fest entschlossen. Wahrscheinlich könnte nur eine Kugel in ihrem, oder im Kopf ihres Händlers verhindern, dass sie dort weiter kaufen würde. Dass er gerade von Schwierigkeiten sprach, dass die beiden Müll ausweichten war dabei recht passend. Man konnte nicht jeden Kleinkriminellen der Stadt umgehen, irgendwann trat mal nun mal auf einen spitzen Nagel, der für mehr und mehr Probleme sorgte. Die Forderung der Frau und die wiederholte Erklärung kannte Vico fast auswendig, eben so auswendig konnte Rai wahrscheinlich seine Antwort. "Ich verfüge über Visiere, die das unnötig machen. Ich verweiß nur auf das MTR 74179 Modell. Und wir sind immer noch im 21. Jahrhundert: Eine solche Augenprothese gibt es nicht und ich bezweifle stark, dass so was in den nächsten 10 Jahren entwickelbar ist." Natürlich kannte Vico auch die Antwort darauf nur zu genüge und wusste dass sich nun ein Gespräch durchsetzen könnte, dass genau so stundenlang wie eine Theateraufführung geprobt wurde. Doch das Gespräch wurde von einem Jugendlichen mit einem Kinderspielzeug abgebrochen. Was für ein Glück, so langsam nervten die ständigen Wiederholungen Vico nämlich.
"Danke Amigo." sagte der Millionär noch im Vorbeilaufen zu dem Mann ehe er wieder zu Rai aufschloss. Diese blieb auch vor einem Kasten stehen und das altere Prozedere Wiederholte sich schon wieder. Wie oft Vico schon mit musste während sich die Asiatin die Sehhilfe besorgte wusste er gar nicht mehr. Jedenfalls hatte er jedes mal das Gefühl, dass er der einzige Schutz der Zivilbevölkerung vor einer vor Wut rasenden Jägerin war.
Als Rai ihn ansprach achtete der Jäger auf die Worte der Frau, doch sein Geist wanderte eher in Richtung der Schritte, die er hörte. Ein Klacken verriet, dass eine 9mm Beretta soeben entsichert wurde und Vico konnte sich schon denken dass diese Waffe nur auf die beiden gerichtet sein konnte. Auf die Frage der Frau hin schüttelte Vico allerdings nur den Kopf. Rai würde verstehen dass er damit sagen wollte. Als sie dann die Hände hob brachte das dem Jäger recht wenig. Er konnte schwerlich den beiden Räubern die Kniescheiben aus dem Bein Ballern und sich dann vor der Polizei rechtfertigen. Doch erinnerte sich Vico an etwas. Hatten die beiden nicht mal in einer Eisdiele namens Rimini mal eine Unterredung zu der schwachen Moral unausgebildeter Gangster geführt? Das war einige Wochen her, aber dadurch bahnte sich ein Plan in Vicos Kopf. Sofort griff er in den geöffneten Reißverschluss, der durch die Tragart des Jägers nach oben zeigte. Er befreite einer der Maschinenpistolen aus ihrer Halterung und hielt sie der Jägerin unter die Nase. "Du blöde Schnepfe!" machte der Mann deutlich, dass sie sich ja nicht wegducken sollte. "Der gleiche scheiß wie damals im Rimini. Wegen dir steck ich ständig in der Scheiße! Ich sollte dich einfach abknallen!" sprach Vico betont Aggressiven Tonfall (auch wen diese Rolle ihm nicht so wirklich stand). Auch wenn er nicht schrie oder lauter wurde, wusste Vico doch welche Wirkung die Aktion auf Außenstehende haben mussten. Dass der Gangster ihn gerade recht irritiert und verunsichert darauf hinwies, dass er gerade überfallen wurde ignorierte der Mann, stattdessen warf er seiner Kollegin noch einige Beleidigungen an den kopf und deutete mit einem Tippser auf die Sicherung darauf hin, dass wie Waffe noch nicht schießen konnte. Würde sie verstehen, dass Vico einfach mal in guter alter Psychopathenmanier den Gangstern zeigen wollte dass die beiden total durchgeknallt und damit keine lohende Ziele waren, würde sie sicher einsteigen. Wen nicht müsste Vicos Vorstellung reichen. Um die beiden zu vergraulen.
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BeitragThema: Re: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptyFr 06 Apr 2012, 02:01

Die Dämonenjägerin hatte mitbekommen, dass Vico sich bei dem Kiddie mit Springmesser bedankte, war aber nicht in der Stimmung ihn dafür rundzumachen. Er schien froh zu sein, diese mindestens einmal jährlich stattfindende Diskussion nicht weiterführen zu müssen. Und Rai selbst war ohnehin nicht mehr für verbale Streitereien zu haben, nachdem sie endlich ihr Kontaktlinsenpäckchen in der Hand hatte. Außerdem schien es ganz so, als wäre mal wieder Ärger im Anmarsch, wie jedes Mal wenn sie hierherkamen, und das noch bevor sie über die Prothese streiten konnten. Menno, die können einem aber auch jeden Anflug von Herkunftsliebe verderben., dachte Rai, als sie in Vicos Augen deutlich erkannte, dass sich ihnen von hinten Schemen näherten, es waren 2, wie es aussah. Und es waren keine Dämonen, wie das leichte Kopfschütteln des Millionärs verriet - na ganz klasse! Das hieß sie würde nicht mal schießen dürfen, so ein Müll, doch Vico schien eine Idee zu haben wie man die Sache ohne tote Zivilisten über die Bühne kriegen konnte. Rai hielt die Arme erhoben, weiterhin, und bereits wenige Sekunden nachdem er seine Waffe gezogen hatte, begriff Rai worauf er hinauswollte - Improvisationstheater? Konnte er haben. Sie erinnerte sich an die Unterhaltung über die Gangster, die sie im Eiscafé geführt hatten, und hieß das nicht auch Rimini? Scheinbar war er auf die gute alte Psychopathennummer aus, die bisher noch jeden verscheucht hatte der das nicht gewohnt war. Zugegeben, Vico war nicht gerade der Typ vor dem man vor Angst im Staub kroch, aber Eindruck schinden hatte er drauf, nicht zuletzt wegen der Maschinenkanone unter Rais Nase.
"Ach ja?!", erwiderte sie ohne große Verzögerung und packte, nun wirklich gereizt, ihre eigene Beretta und setzte sie Vico auf die Brust, "Mach doch wenn du dich traust, Drecksack! Ich hab sowieso die Schnauze gestrichen voll davon, was rennst du mir auch immer nach? Ohne dich hätt ich nie Ärger, du bist Schuld!"
Rai ging einen Schritt beiseite, damit die schon ziemlich verunsicherten Gangster sehen konnten wie lässig sie beide mit ihren Waffen aufeinander zielten, die im Übrigen weit effektiver waren als die Kinderknarren der beiden völlig verwirrten Räuber. Auch der Hinweis, dass sie gerade ausgeraubt wurden und sich gefälligst zu fürchten hatten, überging Rai ebenso wie Vico. Der Kerl trug schon wieder keine schusssichere Weste, verdammt! Wäre zu cool gekommen wenn sie jetzt hätte abdrücken können, so aber pfriemelte sie einhändig nur die Kontaktlinsenpackung aus dem Papier und erwiderte seine Flucherei. Die Gangster sahen nun mehr aus wie verwirrte Schuljungen an der Tafel in Mathe, erst recht als sie im schönsten Fluch ihre Waffe in Vicos Hosenbund schob, um beide Hände frei zu haben und sich die Kontaktlinse einzusetzen. Das Maschinengewehr ignorierte sie völlig, und als sie fertig war und zweimal geblinzelt hatte, nahm sie die Waffe einfach wieder an sich und drehte sich, nun wieder mit zufriedenem und stechend wirkendem Auge, zu den Gangstern um, eher lässig mit der entsicherten Beretta fuchtelnd und ihr Fluchen fortsetzend. Es tat gut, alles wieder scharf sehen zu können, auch wenn die beiden Flaschen da keine Augenweide waren.
"Und ihr Flachpfeifen, sagt doch selber: ist das scheiße mit nem Nervsack rumzurennen oder ist das scheiße, he? Ach ja, nette Kanone ich würd sie aber etwas sicherer halten.", fragte sie die zwei unvermittelt, und nahm das leise >Öhm...< eines der beiden als Anlass, sich wieder zu Vico zu drehen, "Siehste? selbst den Beiden gehste auf den Zeiger und ich hab mal wieder recht. Was red ich überhaupt mit dir?! Ich hab Kopfschmerzen! Die da nerven mich! Du nervst mich! Ich glaub ich muss euch erschießen..."
Das reichte, mit langsamen, geschockten Schritten wichen die beiden Gangster zurück. Vico bräuchte nicht mehr viel tun, bis sie endgültig weg waren, und genügend Anlass gab die Dämonenjägerin ihm ja - sie wäre an seiner Stelle auch genervt, wenn der Lauf einer entsicherten Beretta permanent gegen ihren Adamsapfel pieken würde.
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BeitragThema: Re: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptyFr 06 Apr 2012, 02:40

Vico entsicherte die Waffe mit einem Klicken währen die Frau nun ihre Waffe auf seine Brust legte. "Ohne mich wärst du Psychofotze schon längst Tod! Ich erinnere dich nur mal daran dass dein Vater mich überhaupt dafür Eingestellt hat. Aber weißt du was? Fick drauf, heute mach ich dich Bitch alle!" gab der Jäger nun weiterhin in dem Theater von sich während Rai einen Schritt zur Seite machte. Der Lauf von Vicos Waffe folgte ihr, auch wen er nun auch ihre Brust zielte. Schnell steckte eben diese Psychofotze, wie Vico sie eben noch genannte hatte, ihre Waffe in seinen Schritt und die Frau machte sich daran sich die Kontaktlinse einzusetzen. Vico sah dass als Anlass mit den Schultern zu zucken und zu den Gangstern zu blicken. "Kennt ihr das auch? Scheiß Weiber, erst fickst du sie, dann willst sie abknallen und dann kümmern sie sich um unwichtigen Krimskrams." gab Vico nun vollkommen ruhig weiter ehe die Frau ihre Waffe zurücknahm und das Fluchen zwischen den beiden wieder weiterging als wäre nie was gewesen.
Als Die Jägerin dann die beiden Zuschauer mit einbezog wurde es Zeit ihre Verwirrung in Furcht umzuwandeln. "Das ist ja ganz toll. Aber weißt du was? Wen ich die so Nerve haben sie ja auch sicher nichts dagegen wen ich sie erschieße." sprach er aus und wand die Waffe zu den beiden Männern um. Diese dachten gar nicht daran sich mit diesen schiesswütigen Irren anzulegen und waren schon bei der ausgesprochenen Drohung dabei sich zu verdünnisieren. Als sie endlich weg waren nahm Vico die Tasche ab, sicherte die Maschinenpistole wieder und drückte sie in die Halterung herein. Dort rasstete sie auch Klackernd wieder ein, während der Jäger zu seiner Kollegin heraufsah. "Und genau deswegen will ich es vermeiden hier her zu kommen. Wer weiß ob die Nummer ein weiteres mal zieht." erklärte der Mann ehe er sich aufrichtete und die Tasche wieder über seinen Rücken warf. "Weißt du was? Irgendwie hat mich all das hungrig gemacht. Wie wäre es wen wir zum Auto zurückkehren und dann zum Asiaten fahren?" Das dies so was wie eine Belohnung für die Asiatin sein sollte verschwieg er mal. Wie immer hatte sie schnell geschalten und sofort verstanden. Eine Beeindruckende Fähigkeit für so ein vorlautes Gör. Ebenso hatte Vico auch allen Grund sich zu entschuldigen. Immerhin könnte sich auf der Straße herumsprechen mit was für Versager sie angeblich ins Bett ging. Bevor sie deswegen noch ausrastete wäre es sicher gut ihr die Aussicht auf Nudeln zu geben.
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BeitragThema: Re: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptyFr 06 Apr 2012, 03:46

Es war ein Schauspiel der makaberen Extraklasse, das die beiden Dämonenjäger gerade boten, und obwohl Rai völlig in ihrer Assi-Rolle aufging, so wälzte sie sich innerlich doch vor Lachen. Oh, sie durfte niemanden erschießen und hatte immernoch schlechte Laune, doch das hier bereitete ihr Heidenspaß. Vico nutzte ihre Vorlagen, und wenn sie solche komischen Szenen nicht schon so ähnlich ein paar Mal gehabt hätten, wäre sie wohl extrem wütend geworden. Aber er meinte es nicht böse, egal wie verletzend seine Worte eigentlich aufgefasst werden könnten. Es war Show, und sie spielte mit, nur mit Mühe einen Lachflash unterdrückend. Er ließ zu, dass sie ihn als Waffenhalter missbrauchte, wandte sich ebenfalls an ihre Angreifer und veranlasste Rai zu einigen unschönen Kommentaren, die als boshafte Revanche durchgehen konnten. Als er seine Abschussabsichten kundtat, zuckte sie mit gelangweiltem Gesichtsausdruck die Schultern und drehte sich um, so als wolle sie sich das Schauspiel ansehen.
"Och, mach nur, kann nicht schaden.", sagte sie und schob die unbewaffnete Hand in ihre Jackentasche, "Und danach duellieren wir uns, ja? Mit ein bisschen Blut im Ambiente macht es sich stilechter."
Die Bemerkungen reichten aus, um sie wieder allein in der Gasse stehen zu lassen, nachdem die Schritte der Möchtegernbanditen verklungen waren verstaute die Jägerin ihre Beretta wieder und ein breites Grinsen erhellte ihre Züge, ehe sie leise anfing zu lachen. Auch Vico packte seine Waffe wieder weg, doch sein Kommentar verdarb ihr das Grinsen nicht.
"Scheiß drauf, das war extrem witzig - meinst du das irritiert nen Dämon genauso?", fragte sie feixend und boxte ihm leicht gegen die Schulter, ehe er sich wieder aufrichtete, "Coole Nummer, echt, das nächste Mal mit Schusswechsel und ich bin glücklich. Einfach geil, mannomann."
Sie grinste, wippte einmal auf den Fußballen und folgte ihm dann, es war Zeit zurück zu gehen. Aber Vico schien die Sache nicht einfach als so witzig beiseite legen zu wollen, sie kannte ihn lange genug um seine Form der Entschuldigung als eben so eine zu verstehen. Sie war ihm nicht böse, im Gegenteil, doch auf Nudeln hatte sie ebenfalls Riesenappetit! Allerdings kannte auch er sie zu gut, als dass sie so tun könnte als wäre sie beleidigt, nicht zuletzt weil ihr Gesicht immer widerspiegelte was sie dachte.
"Gute Idee, ich hab Hunger. Und hey...die Aktion war wirklich witzig.", sagte sie in einem für sie ungewohnt ruhigen Tonfall, ihre Form der Entschuldigung und Revidierung der Dinge, die sie ihm an den Kopf geworfen hatte, "Oh, aber eins noch: wenn du mit mir vögeln willst musst du bloß fragen und keine Gangster bedrohen."
Sie lief einige Schritte vor, streckte ihm die Zunge heraus und trat, noch immer breit grinsend, zurück auf die breitere, sonnenbeschienene Straße. Sie hatte noch nie was mit Vico gehabt, aber wenn hätte sie kein Problem damit. Es gab sowieso schon genug Leute die ihnen sonstwas unterstellten, schließlich wohnten sie unter einem Dach. Und außerdem liebte sie es, ihn zu ärgern, mehr noch als ihre Umgebunt zu verwirren - zum Beispiel indem sie leise vor sich hin lachend mitten auf dem Bürgersteig der Straßen von South Los Angeles entlangstiefelte. Blieb nur zu hoffen dass der Phantom noch intakt und mit lebendem Fahrer zu haben war.

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BeitragThema: Re: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptyFr 06 Apr 2012, 04:55

Vico hätte damit rechnen müssen. Kaum waren die Gangster weg lachte die Frau und sie fand es auch noch toll. Irgendwann würde die Asiatin ihn in den Wahnsinn treiben. Noch nie hatte der Jäger jemand derart Wankelmütiges getroffen. Nun ja, wenigstens hatte er bisher 6 Jahre durchgehalten, wahrscheinlich würde er sich in weiteren 20 endlich daran gewöhnt haben. Als die Frau dann auf Dämonen zu sprechen kam schüttelte Vico den Kopf. "Ich glaub denen wird es ziemlich egal sein wie irre wir sind. Der wird einfach angreifen und uns zerfleischen." Gab Vico seine Meinung so nüchtern wieder, als würde er von einer Dose Limabohnen reden. Den schlag auf die Schulter nahm der Jäger hin. Proteste, versuche auf Gegenwehr oder sonstige Aktionen würden nur zu Gebrülle führen und momentan war die Frau ihm dann doch zu Umgänglich um sie zu verärgern. Gut, sie wurde dadurch nicht minder eigenartig, aber vor allem weit aus weniger Laut, was Vicos Laune erheblich verbesserte. Doch die Idee aufeinander zu schießen fand er dann nicht so prickelnd. Vor allem weil der Jäger sich seit Jahren weigerte eine kugelsichere Weste zu tragen. Das was der Mann normalerweise bekämpfte konnte sich über solch einen Schutz eh nur kaputtlachen, wozu sich also unnötigen Ballast aufhalsen?
"Ich würde es begrüßen wenn du es dir nicht zur Gewohnheit machst in dieser Gegend für immer neue Einschusslöcher zu sorgen. Du weißt spätestens wen eine verirrte Kugel einen Menschen trifft können selbst meine Bestechungsgelder recht wenig ausrichten." Belehrte sie der verpeilt wirkende Mann mit dem vollen Durchblick. Natürlich konnte man mit den richtigen korrupten Ermittlern auch dann was drehen, doch war das erstens sau Kostspielig und zweitens eben so Riskant. So hohe Tiere ließen sich wohl am ehesten von der langjährigen Mafia ihres Vertrauens und nicht irgendeinem angeschissen kommenden Pinkel mit zu viel Geld einpaar Scheine in die Hand drücken.
Rai hatte ihn auch anscheinend sofort durchschaut, als der Jäger von Nudeln sprach und bestätigte dass sie darin wirklich nur etwas sah, was ihr Freude bereitet hatte. Doch als Rai ihm dann dieses unmoralische Angebot machte weiteten sich die Augen des Jägers. Dieses Thema war für ihn einfach zu Heikel um es wirklich ernsthaft, und nicht nur in einem Rollenspiel, zu erwähnen. "Nun... ähhhmmm... ich denke das... wird nicht nötig sein." stammelte er vor sich hin ehe die Jägerin sich umdrehte um ihn die Zunge herauszustrecken. Diese Frau trieb ihn wirklich noch in den Wahnsinn. Erst nachdem die Frau ihren Weg weiter fortsetzte folgte ihr der Mann, nun wieder standardmäßig mit halb geschlossenen Augen und kramte sein Handy aus der Hosentasche. Schnell gab der Millionär die Nummer ein und gab seinem , Butler, Chauffeur und gleichzeitig auch einem seiner engsten Vertrauten den Befehl sich wieder zum Treffpunkt zu begeben. Was Jonathan in der Zwischenzeit immer anstellte wusste Vico nicht, aber es war besser wen er mit dem Auto in Bewegung blieb, als teilweise stundenlang auf die beiden zu warten, dafür waren die Parkplätze hier einfach nicht sicher genug.
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BeitragThema: Re: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptyFr 06 Apr 2012, 05:59

Rai ließ sich die gute Laune, hervorgerufen durch die neue Kontaktlinse und eine epische Szene, auch durch Vicos rationale Einschätzung bezüglich der Dämonenirritation nicht verderben. Zu sehr amüsierte sie das Kopfkino, dass sie sich gerade gönnte, und darum störte es sie nicht dass er das alles ein bisschen nüchterner sah als sie. Und auch dass er wieder mit den Maßregelungen bezüglich allzu freigiebiger Waffennutzung anfing tat der Sache keinen Abbruch, auch wenn sich zu Rais Grinsen ein gelangweiltes Heben der Augenbraue gesellte.
"Jaja, was kann ich denn dafür dass die es alle drauf anlegen? Du weißt wie locker mein Abzugfinger sitzt, aber wenn die provozieren kann ich doch nichts dafür.", meinte sie und bremste ein wenig ab, damit er wieder zu ihr aufschloss, "Und du kennst mich, wenn ich etwas treffen will treff ich, wenn nicht, nicht - es gibt keine verirrten Kugeln. Ich pass schon auf dass ich dir und deinen Scheinchen keinen Ärger mache."
Rai grinste wieder, verzichtete aber darauf Vico wieder die Zunge rauszustrecken, aber er hatte Recht. Ein unbedacht platzierter Headshot könnte für mehr Ärger sorgen als eine wütende Dämonensippe im Vorgarten seiner Villa, dennoch war diese Sorge überflüssig. Rai tötete Dämonen nicht bloß, weil es ihr Spaß machte, sondern auch um die Menschen zu beschützen, egal was es für Drecksäcke waren - um Menschen konnte sich die Polizei kümmern. Dieses lockere Umgehen mit den Waffen, die Drohgebärden, das lose Mundwerk, das gehörte nun mal zu ihr dazu wie das Fleisch zum Chickenburger, aber auf einen Menschen schießen? Nur als allerletzten Ausweg. Außerdem war sie Vico, obwohl sie es nie aussprach, dankbar dafür überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben, sie würde sich hüten ihm dann auch noch mehr Ärger zu machen oder auf der Tasche zu liegen, deshalb arbeitete sie ja auch nebenher als rechtschaffene Bürgerin...oder so ähnlich.
Diese Gedanken wurden jäh von Vicos etwas eigentümlicher Reaktion unterbrochen, eine Schockreaktion anscheinend, sonst machte er die Augen nie so weit auf, und die Art wie er ihr zweifelhaftes Zugeständnis auffasste, brachte Rai erneut zum Lachen, weshalb sie sich fast auf die Zunge biss. Zugegeben, derlei Unsinn gab sie nur selten von sich und hatte auch nicht vor, Vico öfter mit solchen Kommentaren zu konfrontieren, doch hey, es war ein Thema das sie in den 6 Jahren nicht völlig totdiskutiert hatten.
"Passt schon, Vico, lass dich nicht von der schießwütigen Psychotante ärgern. Lass uns los, ich hab Hunger.", kommentierte sie und lief weiter, bis ihr Grinsen noch mal kurz breiter wurde und sie nur geflüstert ergänzte, "Aber das Angebot steht, hehe."
Der Millionär fing sich schnell wieder und wie üblich rief er nun den Wagen zum Treffpunkt zurück, damit sie die Gegend vorerst verlassen konnten. Rai beschäftigte sich während seines kurzen Telefonats mit der Gewöhnung an ihre Linse, es dauerte keine Minute bis sie sie nicht mehr spürte und wieder in menschenunmöglicher Distanz Nummernschilder und Briefkastenbeschriftungen entzifferte. Visiere, pah., dachte sie, Mit dem Ding im Auge ist das nicht nötig, spar ich mir die Montage. Nach einigen Minuten erreichten sie dann den Ort, an dem der Phantom gestanden hatte, der Butler würde recht bald hier sein, hoffte sie. Es war nicht zu übersehen dass eigentümlich viele Menschen in der Nähe herumlungerten, vielleicht hatten sie den Wagen gesehen und hofften, er würde noch mal zurückkommen und ihnen eine Chance zur friedlichen Übernahme bieten. Rai hielt am Bordstein an, die Hände in den Taschen, und wandte sich mit nachdenklicher Miene zu Vico um.
"Hähnchen.", sagte sie unvermittelt und nickte wie um sich selber zu bestätigen, "Ich nehm ne Nudelbox mit Hähnchen, Bambus, Chinakohl, Alfalfa und Soja, aber ohne Lauch, ich hasse das Zeug heute. Du? Und willste echt rein in so nen Laden oder reicht ein Drive-in?"

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BeitragThema: Re: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptyFr 06 Apr 2012, 07:33

Vico seufzte bei der Antwort der Frau. Manchmal fragte er sich wie viel bei ihr wirkliche Sprücheklopferei und wie viel Wahrheit war. Es stimmte, sie war eine hervorragende Schützin, aber Kugeln konnten sich verirren, eine dünne Wand durchschlagen oder gar an etwas hartem Abprallen und so einen Menschen treffen. "Das Problem ist dass dann nicht nur die Provokanten darunter leiden. Sei einfach Vorsichtig, okay?" beschwor er die Frau während sein Blick auf zwei Kinder fielen, die mit Plastikpistolen spielten und während der eine rief, dass sein Spielkollege Tod ist, verneinte dieser mit der Tatsache, dass er Kugelsicher wäre. Wer wusste schon wann sie richtige Waffen in der Hand halten würden um damit alte Omas zu überfallen? Leider war die Chance hoch, dass Vico mit dieser Vermutung recht hatte, den besten Beweis hatte er vor nicht mal 10 Minuten gehabt. Dennoch blieb sein Blick etwas länger auf die Spielenden haften. Ob sie wohl genau so wie Vico werden würde, wenn sie die Chance hätten? Vico sah sich selbst nicht gerade als maß aller Dinge. Er trank wahrscheinlich zu viel Kaffee, war zu sehr auf seinen Job fixiert und sein einziger sozialer Umgang waren neben Händler eine durchgeknallte Asiatin und Leute die er dafür bezahlte in seiner nähe zu sein.
Dennoch ließ Vico sich äußerlich nichts anmerken, oder versuchte es eher. Dass Rei ihn gerade auf andere Gedanken brachte half dabei, auch wen es um Sex ging. Ein Tabuthema für den Jäger. Darüber nicht zu sprechen war wohl seiner Erziehung, oder doch nur einer Beklemmtheit seinerseits, zu verdanken. "Manchmal muss ich mich echt fragen wie du es geschafft hast so lange zu Überleben ohne dass dich irgendein Irrer abgeknallt hat." gab Vico ganz offen zu. Sie war zwar auf ihrer Art Freundlich, dass wusste Vico spätestens seit dem er gesehen hatte wie die Frau fröhlich Pfeifend mal sein Studierzimmer sortiert hatte, aber dennoch total durchgedreht. Er konnte es sich nicht erklären, aber die Frau war inzwischen bereits so was wie seine engste Vertraute geworden. Wahrscheinlich lag es einfach daran, dass sie oft genug die Möglichkeit hatte ihn ab zu knallen und der Jäger immer noch keinen extra Eisengehalt im Kopf hatte. Ein Grund mehr, warum Vico einige Angelegenheiten zu ihrem Gunsten erledigen ließ.
Als die beiden endlich am Treffpunkt angekommen waren und auf Jonathan warten mussten gab die Frau einen Kommentar von sich wo der Jäger erst stutzen musste. Erst bei der weiterführenden Erklärung verstand Vico. Es war doch immer wieder interessant wie sie an einem an einen Tag von irgendeiner Essbaren Sache Lobhymnen sang und wen man es ihr 2 Tage später servierte Angst haben musste das sie einen gleich die Kehle aufschneidet. "Weiß noch nicht. Wahrscheinlich werde ich mir mal wieder mit irgendeiner Zahl zwischen eins und hundert Behelfen müssen." erklärte der Jäger ehe er die zweite Frage beantwortete. "Ist mir egal. Wen du willst können wir auch daheim essen." Sprach er aus während vertraute Motorgeräusche aufkamen. Eine schwarze Limousine fuhr vor und hielt direkt vor dem ungleichen Paar. Wie immer sparte es sich Vico die Tür öffnen zu lassen und machte es selbst. So viel Geld wie er hatte, als Dämonenjäger konnte man sich nicht einfach darauf ausruhen. Im Kampf nahm man ihn auch nichts ab. So ließ er erst Raissa einsteigen und einmal durchrutschen, ehe er selbst einstieg und seinem Bediensteten noch dazu aufforderte ein Asiatisches Resturan aufzusuchen.

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BeitragThema: Re: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptyFr 06 Apr 2012, 10:45

Rai reagierte nicht auf Vicos ganz offen geäußerte Bitte, irgendwie hatte sie das Gefühl dass er sich ständig Sorgen machte, oder zumindest zur Achtsamkeit mahnte. War immer so, oder? Er war immer derjenige, der zur Vorsicht mahnte, zumindest außerhalb der Jobs. Sie machte nur eine knappe Handbewegung, irgendwas zwischen Beruhigung und Genervtsein, und lief einen kleinen Bogen um die spielenden Kinder. Sie sah diese Phänomene der Südgegend L.A.s schon nicht mehr, zu lange hatte sie all das beobachten können. Erst war es Spiel, das Spiel mit Plastik, und irgendwann verreckten die Kleinen als Dealer, Diebe, Hehler, ihre Schwestern als Strichmädchen, Drogenabhängige, Geiseln oder sonstwas. Irgendwann dachte man nicht mehr darüber nach, Raissa konnte kein Mitleid mehr empfinden - ihr gegenüber hatte man auch keines gezeigt, und wer es trotzdem allein schaffte, der erst verdiente ihre Anerkennung. Diese Kinder aber waren für sie nicht wirklich existent, sodass sie erst wieder eine Reaktion auf ihre Umgebung, als Vico das Wort an sie richtete. Eigentlich hatte sie nicht erwartet, dass der Millionär noch mal was sagte, denn er mied das Thema das sie angeschnitten hatte sonst, doch er abstrahierte und brachte sie wieder zum Grinsen.
"Wird an meinem schwerbewaffneten Begleiter liegen.", kommentierte sie trocken, "Und davor konnte mich auch kein Irrer über den Haufen schießen, ich bin selber einer und das schon lang genug - du siehst, ich schlage jeden Irren durch Erfahrung!"
Sie grinste, sie wusste selber wie komisch sie war und selbst wenn sie es nicht selber erkannt hätte - man sagte es ihr oft genug, und wenn selbst Vico das so sah, musste ja was dran sein. Er war hier der Bodenständige, der mit dem Plan, der mit dem Geld. Sie schoss bloß alles über den Haufen was ihn Briefmarke machen wollte und versuchte durch ihren Job im Sonnenstudio nicht allzu sehr zur Last zu fallen. Immerhin wusste Rai, wie abhängig sie eigentlich von ihm war, wollte sie ihren Lebensstandard halten (Wohnung in einer Villa, sündhaft teure Waffen, das übliche eben...).
Am Treffpunkt dann kam wieder Verwunderung auf, sie erklärte sich aber rechtzeitig und Vico zeigte sich weit unsicherer als sie. Da lag der Unterschied zwischen ihnen, sie wusste sofort was sie wollte und änderte die Meinung noch drei Mal, er brauchte ewig und entschied dann endgültig. Eben ganz der Geschäftsmann. Als er mit seinen Überlegungen fertig war, zuckte sie bloß die Schultern, das musste er entscheiden wenn er sie schon einlud.
"Wir finden schon was, und im Zweifelsfall koch ich eben.", meinte sie und drehte sich um, als der Phantom neben ihnen hielt. Vico öffnete die Tür, sie rutschte durch und nachdem er zugestiegen war, fuhr der Wagen an. Mal sehen, was der Tag noch brachte, aber eine deftige Nudelbox war doch mal sehr erstrebenswert.

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BeitragThema: Re: Die Straßen von South Los Angeles   Die Straßen von South Los Angeles EmptyDi 19 Jun 2012, 12:24

First Post
Der Mond hing wolkenverhangen über den dunklen Seitenstraßen von South L.A.. Akaryushin, noch nicht lange in L.A. angekommen, irrte durch die Straßen. "Wie finden sich diese Leute hier nur zurecht? Hmmm...", dachte er sich, während er die scheinbar endlosen Allen von heruntergekommenen Häusern und von Unkraut überwucherten Gärten entlang ging. Niemand war auf den Straßen zu sehen, nur einmal kreuzte ein streunender Kater seinen Weg. Er wand sich nach allen Seiten, aber an der Situation hatte sich nichts geändert. Er seufzte und ging weiter, bis er an eine große Kreuzung kam. Zu seinem Glück stand dort eine Bank, auf der er es sich erst einmal so weit wie möglich gemütlich machte. Er schloss die Augen und memorierte noch einmal den Weg, den er hergegangen war. "An dieser Straße bin ich rechts abgebogen, dann bin ich 127 Schritte der Straße gefolgt und dann bin ich links, nein rechts abgebogen. Oder doch in der Mitte weitergegangen? Ich habe keine Ahnung mehr...es sieht alles so gleich aus. ".
Er öffnete seine Augen wieder und sah sich die Umgebung an. Doch er konnte keine besonderen Merkmale feststellen. Sie sah genauso aus wie die drei Kreuzungen, an denen er zuvor vorbeigekommen war. Kein besonders auffällig gewachsener Baum, kein Fluss an dem man sich hätte orientieren können, kein besonders großes oder schönes Haus. Er nahm einen tiefen Atemzug und stand gemütlich von der Bank auf.Er entschied sich der Straße auf dem weg weiterzugehen, der gegenüber der Sitzgelegenheit lag, von der er sich gerade erhoben hatte.
Als er noch ein gutes Stück auf dieser Straße entlangging, kam ihm ein merkwürdiges Geräusch zu Ohren. Es hörte sich an wie das Geräusch eines einschnappenden Bolzens, gemischt mit dem Schleifen eines Metallstücks. Dies konnte nur ein Geräusch sein, denn zu oft hatter er es schon hören müssen. Er öffnete vorsichtig seine Gitarrentasche und holte die einzelnen Stücke seiner Naginata heraus. In Sekundenschnelle schraubte er die zwei Teile des Schafts aneinander und in der gleichen Zeit die Klinge obendrauf. Dann machte er sich vorsichtig auf in die Richtung des Geräuschs. Dass er gewiss nicht unbemerkt bleiben würde war ihm klar, deshalb hatte er seine Waffe schlagbereit über die Schulter gelegt, sodass er die Hebelwirkung benutzen könnte mehr Schwung zu erreichen. Er näherte sich einer Ecke, von der dahinter liegenden Sackgasse schien das Geräusch von vorher gekommen zu sein.
Als er um die Ecke ging, erspähte er zwei Personen. Eine völlig verängstigte junge Frau mit blonden Locken, einem kurzen Rock, einem Shirt mit einer Jacke darüber und hochackigen Schuhen, die mit Tränen überströmt in der rechten Ecke der Sackgasse saß, die Augen, wenn sie offen waren, völlig auf den Mann vor ihr gerichtet. Vor ihr stand ein großer, stämmiger und muskulöser glatzköpfiger Mann. Er trug eine schwarze Lederjacke, zerrissene schwarze Jeans und schwarze Springerstiefel. Auf jedem einzelen Kelidungsstück war ein Symbol eingenäht, das aber aufgrund der Abgetragenheit der Jacke nicht mehr zu erkennen war. In seiner rechten Hand hielt der glatzköpfige Mann einen Revolver, den er in Richtung Boden hängen ließ, aber doch fest und sicher umschlossen hatte. Man konnte von den Ausrufen des Mannes nichts verstehen, da er anscheinend sehr angetrunken war. Er lallte laut in Richtung der jungen Frau, manchmal brachte er eine anständige Wortanzahl zusammen, manchmal stotterte er schon an einem Wort herum. Nachdem sich Akaryushin sich die Situation einige Momente angesehn hatte, beschloss er zu gehen. Was interessierten ihn die Probleme dieser zwei Menschen miteinander? Sie waren noch lange davon entfernt, den rechten Weg zu sehen. "Sollen sie doch streiten. Ich werde mich nicht einmischen, solange sie noch miteinander reden. Ich gehe bes-". Bevor er zu Ende gedacht hatte, fielen mehrere Schüsse. Er drehte sich um und traute seinen Augen nicht. Der Mann hatte der jungen Frau mehrere Einschusswunden am Bauch und am Bein zugefügt. Sie schrie vor Schmerzen auf, doch sie verstummte einen Moment später wieder, als der Glatzköpfige seine Waffe wieder auf sie richtete. Sie schloss die Augen. Als sie längere Zeit keinen Schuss hörte, öffnete sie sie wieder. Was sie vor sich sah, glaubte sie kaum. Ein altertümlicher Mönch mit einer Gitarrentasche auf dem Rücken stand vor ihr und hielt ihr die Hand hin. Als sie an ihm vorbei sah, bemerkte sie den glatzköpfigen Mann, der regungslos in einer Lache seines eigenen Blutes lag. Aus seiner Brust ragte eine lange Stange, die wie ein Besenstiel aussah. Als sie sich wieder dem Mönch zuwand, fing dieser an zu sprechen:" Konichiwa. Eure Wunden sind sehr schwer. Ihr werdet es nicht mehr schaffen. Aber ich werde für eure Seele beten." Akaryushin erhob sich und zog die Naginata aus der Brust des Glatzkopfes. Dann ging er wieder zu der Frau, die aufgrund des Blutverlustes anscheinend nur noch halb wach war. Er beugte seinen Kopf zu ihrem herunter, küsste sie auf die Stirn, murmelte ein paar unverständliche Wörter und sagte dann zu ihr:" Keine Angst. Ich werde euch aus dieser leidvollen Welt erlösen. Sayonara." Mit einem schnellen Hieb enthauptet er die Frau.
Bei dem glatzköpfigen Mann fand er 173 Dollar, bei der jungen Frau kein Geld, aber einen Zettel mit der Adresse eines alten Lagerhauses. Nachdem er einige Minuten beschäftigt war, die beiden Leichen anzuzünden und seine Naginata zu säubern, machte er sich wieder auf den Weg, bevor noch irgendwer anderes aufkreuzen würde. Einmal wieder war er ohne Ziel unterwegs, doch er spürte, dass er sich zu der Adresse auf dem Zettel hingezogen fühlte...

TBC: South Los Angeles/ Lagerhaus 622311
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